Gerade jetzt haben viele Kinder Zeit um endlich mal in Ruhe zu „zocken“. Doch auch hier gibt es ein kleines Online-Spiele 1×1, das man kennen sollte.

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Die Spiele-Welt in den digitalen Medien ist unendlich groß. Demnach ist es fast unmöglich hier eine konkrete Antwort zu geben, welches Spiel besonders gut oder nicht gut geeignet ist. Deshalb hier eine kleine Checkliste, die besonders für Kinder unter 13 Jahren gelten sollte.

Die 5 wichtigsten Punkte:

für Kinder unter 13 Jahren und Jugendliche ab 14 Jahren

1. Prüfen Sie die Altersempfehlung selbst nach

Schauen Sie sich bitte jedes Spiel einmal selbst genau an. Youtube-Let’s Plays und Ratgeberseite können Ihnen dabei weiterhelfen.

Die USK (die Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle) teilt Spiele in fünf Altersstufen ein. Ab 0 Jahre, ab 6 Jahre, ab 12 Jahre, ab 16 Jahre und ab 18 Jahren.
Wichtig ist dabei zu wissen, dass diese Einstufung nach den Regelungen des gesetzlichen Jugendschutzes eingeteilt wird. Das bedeutet, dass bei der Prüfung nicht extra auf die Bedienung des Spiels oder auf den pädagogisch wertvollen Inhalt eingegangen wird. Zusätzlich gibt es bei Onlinespiel-Angeboten noch keine Pflichtkennzeichnung, was oftmals zu Verwirrung führen kann, ob sich ein Spiel wirklich für das Kind eignet.

Warum ist „Fortnite“ ab 12? Die USK stellt sich euren Fragen

Youtubekanal TURN ON: https://www.youtube.com/watch?v=OAOW1D4qhJ4

Ratgeber: Auswahl geeigneter Spiele

USK: https://usk.de/fuer-familien/ratgeber/auswahl-geeigneter-spiele/

2. Achtung, Kostenfallen

Eines kann man sich am Anfang merken. Nichts ist umsonst!
Oft sind Spiele und Apps kostenlos und viele wissen bereits, dass sie in diesen Fällen eher mit ihren Daten bezahlen, indem sie der App Zugriffe auf das eigene Handy gewähren. Überprüfen Sie deshalb immer den Hersteller und die AGBs, bevor sie eine App installieren.
Doch auch die In-App-Käufe bieten auch ein wichtiges Geschäft für die Entwickler. Oft sind diese Apps und Online-Spiele so gestaltet, dass ein reibungsloses Vorankommen irgendwann nicht mehr möglich ist. Das kann dann schnell zu Frust führen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind über solche Angebote und erklären Sie, warum es diese gibt. Grundsätzlich rate ich davon ab, auf solche Angebote einzugehen.
Ansonsten regeln Sie mit Ihrem Kind den Bezahlvorgang unter Ihrer Aufsicht und mit einem geregelten Taschengeld, das extra für Ausgaben in virtuellen Spielen gedacht ist.

Onlinespiele: Worauf muss ich achten?

!Schau hin: https://www.schau-hin.info/grundlagen/onlinespiele-worauf-muss-ich-achten

Die Abgründe des mobile Gamings | Hogwarts Mystery

Youtubeknala Ultralativ:https://www.youtube.com/watch?v=4ht1f7YuW3k

3. Multiplayer-Spiele sind öffentliche Spielplätze

Multiplayer-Spiele sind oftmals Erweiterungen, die ein bekanntes Online-Spiel noch interessanter machen. Das klingt aufregend und spannend, birgt aber gerade für Kinder und Jugendlich einige sensible Stellen, die man offen in der Familie besprechen sollte.

Meine persönliche Empfehlung wäre, Kindern den Zugang zu Multiplayern nicht zu erlauben. Es bedarf doch einer großen Reife, um sich in diesem Modus selbst zu schützen und zurechtzufinden.

Diese Spiele leben davon, dass viele Spieler auf der ganzen Welt in einer offenen Spielewelt zusammenkommen. Das führt dazu, dass die Spiele auch weitergehen, während man gar nicht mitspielt. Das führt zu einer Form der Sucht. Die Kinder und Jugendlichen können dadurch Angst bekommen, etwas zu verpassen, wenn sie nicht weiterspielen dürfen.

Zusätzlich werden in diesen Spielen manchmal Chats (Text und Audio) verwendet. Darüber schicken sich die Spieler gegenseitig Nachrichten. Keiner kann genau sagen, wer sich hinter den Nicknamen der Spieler verbirgt und so kann sich hinter „EinhornLilli_14“ auch jemand verbergen, der es nicht gut mit Kindern meint. Deshalb gilt, wenn Sie Ihrem Kind einen Multiplayer-Zugang erlauben:
Klären Sie ihr Kind über mögliche Gefahren auf und beschäftigen Sie sich einmal selbst mit diesen Welten und entdecken Sie am besten mit Ihrem Kind gemeinsam den Multiplayer-Modus.

Wichtige Regeln für Online-Chats:

  • Niemals den richtigen Namen sagen
  • Niemals sagen, wo man wohnt oder zur Schule geht
  • Nie die Handy- oder Telefonnummer weitergeben
  • Keine Links anklicken, die einem zugeschickt werden
  • Keine Fotos oder Videos von sich selbst verschicken
  • Bei Kommentaren, die einem komisch vorkommen oder die einem Angst machen, sofort den Eltern Bescheid sagen.

WhatsApp, Fortnite, Kettenbriefe – Welche Probleme Chats für Eltern mit sich bringen

Spotify-Podcast, Game of Phones (ganze Folge): https://open.spotify.com/episode/5sxO7f8ZafcTWROqy3R6UB?si=Na9AjhGVRMal8xydhrEbPw

4. Achtung Datenschutz

Kinder sollten nach Möglichkeit nicht gezwungen sein, ein Profil anzulegen, oder  die persönlichen Daten weiterzugeben. Dieser Entscheidungsprozess bedarf einer nötigen Reife seitens der Kinder.
Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, sollten Sie die AGB einmal gründlich prüfen und schauen, wofür die Daten gebraucht werden. Zusätzlich empfiehlt es sich eine zentrale Familie-Email-Adresse einzurichten, über die Sie auch selbst Einsicht in das Postfach haben.

Machen Sie diese Schritte auf jeden Fall zusammen und geben Sie so wenige Daten wie möglich preis. Melden Sie ihr Kind nur unter einem Pseudonym an!

Onlinespiele: Worauf muss ich achten?

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5. Ein Spiel braucht manchmal seine Zeit

Oft gibt es in den Familien Streit über die vereinbarte Medienzeit, an die sich die Kinder manchmal nicht halten. Das hängt oft damit zusammen, dass viele Spiele ein kommerzielles Ziel verfolgen. Der Spielablauf ist bei manchen Spielen so gestaltet, dass erst durch eine bestimmte Lernkurve über mehrere Levels ein Ziel erreicht werden kann.
Beachten Sie diese Aspekte, wenn Sie ihrem Kind erlauben, ein Online- oder Videospiel zu kaufen und beschäftigen Sie sich ebenfalls mit dem Spiel, um zu verstehen, warum man manchmal nicht in 30 Minuten zu einem gelungenen Abschluss kommen kann. In diesem Fall könnte man Regelungen finden, die Medienzeit für ein bestimmtes Spiel an einem verregneten Samstag-Nachmittag zu bündeln, damit man vielleicht ein Level in einem Durchlauf schaffen kann. 

Bildschirmzeiten gemeinsam vereinbaren

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Onlinespiele: Worauf muss ich achten?

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